Sensoren & Sauna

Sensoren & Sauna

Wir sind mitten in der kalten Jahreszeit angekommen, es ist kalt draußen und früh dunkel – was gibs da Schöneres, als die Sachen zu Packen und sich einen Abend in der Sauna zu gönnen? Aber da müssen ja nicht nur wir in die Sauna rein – sondern auch der CGM/FGM-Sensor, der irgendwo an unserem Körper befestigt ist.



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CGM- und FGM-Sensor in der Sauna – geht das?

Zuallererst: Ja, klar, das geht. Ich habe bisher zwei verschiedene FGM- bzw. rtCGM-Systeme getragen, die beide bereits Saunabesuche überlebt haben. Fassen wir es kurz zusammen:

  • Dexcom G5 und G6 rtCGM: Bei beiden Systemen hatte ich primär Angst um den Transmitter, welcher auf den Sensor eingeclippt wird und ja mehrere Monate benutzt wird – der sollte also die Sauna tunlichst überleben.
    Offiziell getestet sind die Systeme meines Wissens nach bis 75 Grad Celsius – aber Leute, ehrlich, das ist für mich keine Saunatemperatur. Das geht so ab 90 Grad bei mir los. Entsprechend habe ich mich lange nicht getraut, mit dem System in die Sauna zu gehen – zu unrecht. Bei mir hat jeder Sensor und Transmitter noch die Saunagänge überlebt. Wer ganz sicher gehen will, legt einen kalten, nassen Waschlappen über den Transmitter und nutzt die Verdunstungskälte.
  • FreeStyle Libre: Dieses System habe ich gut ein Jahr lang getragen und viele Saunagänge damit gemacht. Die Sensoren haben alles einwandfrei überstanden – falls nicht, hätte ich den Sensor ja einfach komplett danach wechseln können. Auch hier würde natürlich der Trick mit dem Waschlappen funktionieren, wenn ihr euch ohne nicht ganz traut.

Es gibt noch zwei weitere CGM-Systeme auf dem Markt, welche ich noch nicht getragen habe:

  • Roche EverSense: Da der eigentliche Sensor unter der Haut transplantiert wird und der Transmitter aufgeklebt wird, würde ich den Transmitter einfach für die Zeit des Saunabesuchs abnehmen. Da die Verbindung über Bluetooth zustande kommt, hat man ja während des Saunabesuchs sowieso keine Verbindung.
  • Medtronic Guardian: Auch hier wird der Transmitter auf den Sensor aufgesteckt und sollte natürlich möglichst nicht kaputt gehen. Ich habe ehrlich gesagt absolut keine Ahnung vom System, also wendet euch am Besten direkt an Medtronic.

Sensor und Sauna – kein Problem!

Ihr sehr schon – mit Sensor am Körper in die Sauna zu gehen, hat für mich nie ein Problem dargestellt und alle Systeme haben das überstanden, genau wie Thermenbesuche. Allerdings spreche ich hier nur aus persönlicher Erfahrung und kann natürlich keine Haftung übernehmen, wenn euch ein Sensor doch flöten geht 😉 – wendet euch im Zweifelsfall also immer direkt an den Hersteller.



 

6 thoughts on “Sensoren & Sauna

  1. Hey Ramona!
    Ich kann ein paar mehr Infos zum Eversense geben, auch wenn ich mit ihm noch nicht in der Sauna war (vertrage Saunagänge nicht so). In der Eversense Gruppe auf Facebook schreiben viele, dass sie keine Probleme mit dem System in der Sauna haben. Manche lassen den Transmitter sogar am Arm dabei. Ich persönlich würde ihn wohl abnehmen.
    Generell ist aber noch anzumerken, dass der Transmitter vom Eversense auch ohne Smartphone als Auslesegerät dir anhand von Vibrationsmustern mitteilen kann, ob der Wert grade steigt oder sinkt. Sehr praktisch 😀
    Mel

    1. Hey Mel! Danke für deine Antwort 🙂 Stimmt, er vibriert ja am Arm – ganz vergessen. Das ist natürlich extrem praktisch 😀

  2. Tronar

    Hallo Ramona.
    Zur Haltbarkeit des FGM-Systems Freestyle Libre muss ich gleich mal meinen Erfahrungssenf dazugeben. Ich habe den Sensor in meinem letzten Tropenurlaub mal mit Absicht (und einigen Ersatzsensoren im Gepäck) allen denkbaren Belastungen ausgesetzt. Ein Sensor hat dann das volle Programm abbekommen: aufenthalt auf einer tropischen Insel, regelmässiges Schwimmen im Meer, insgesamt 4 Tauchgänge á rund 40 bis 50 Minuten, davon der tiefste bis auf 23 Meter Tauchtiefe. Ein Tag extensiven Schnorchelns mit insgesamt sicher 3h Zeit im Wasser. Dazwischen jede Menge Duschen, Schwitzen, Sonne, Sand und sonstige Dinge. Nicht nur hat der Sensor überlebt, er hat auch bis zum Schluss sehr genaue Werte geliefert (per BZ-Messung kontrolliert) und auch der Kleber hat zu meinem Erstaunen die Belastungen (inkl. An- und Ausziehen des wet suits) anstandlos mitgemacht.
    Lustigerweise passierte mir dann aber folgendes, als seine 2 Wochen rum waren und ich ihn durch einen neuen Sensor ersetzen musste: den neuen Sensor hatte ich vormittags in einem klimatisierten Gebäude ohne Schwitzen aufgesetzt. Dann sind wir zum Flughafen, weil wir im Land weitergeflogen sind. Auf dem Flughafen spürte ich dann im Wartebereich etwas komisches baumeln, greife hin und habe meinen nur wenige Stunden alten Sensor in der Hand.

    So kann es also gehen. Ein Sensor macht die lange Anreise aus Deutschland und Weiterflüg im Inland sowie den vollen Tauchstress mit. Der nächste schafft noch nichtmal den Weg ins Flugzeug.

    Mein Fazit daraus: mutet den Teilen ruhig etwas zu und lass Euer Leben weder vom Diabetes noch von irgendwelchen Sensoren oder Geräten einschränken.

    1. Hi Tronar!
      Ja, der Libre hat bei mir damals auch extrem viel mitgemacht tatsächlich. Der hielt wie anbetoniert. Leider war ich aber absolut allergisch auf das Pflaster :/

  3. Andreas

    Liebe Ramona,
    ich lese Deine Beiträge ja immer mit großem Interesse! Aber dieses Mal war ich doch verdutzt: Senioren und Sauna ?! Was soll denn nun dieses sicher sehr spannende Thema hier???!!! Bei genauerem Hinsehen hat sich der Sachverhalt dann natürlich schnell aufgeklärt! : )
    Herzlichen Gruß und ein Dankeschön für Deine immer interessanten und lohnenden Schilderungen!
    Andreas

    1. Hallo Andreas,
      witzig, vom gleichen „Verleser“ hat mir auch ne Freundin kurz nach der Veröffentlichung des Beitrags berichtet 😀
      Liebe Grüße!

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