New York City im Schnelldurchlauf

New York City im Schnelldurchlauf

Was?! Nur 5 Tage in New York City? Und davon geht auch noch jeweils ein halber Tag für An- und Abreise verloren? Das schafft ihr nie.

So oder so ähnlich waren eigentlich alle Reaktionen, als wir erzählt haben, dass wir effektiv drei ganze und zwei halbe Tage in der Stadt haben. Für einen kurzen Moment habe ich uns auch schon hektisch von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit rennen sehen… aber sind wir mal ehrlich: Es ist eine Stadt und das, was man sehen will, liegt selten weit auseinander. Außerdem sind Städte anstrengend und nach fünf Tagen dort bin ich mehr als durch. Muss doch also zu schaffen sein, auch verhältnismäßig wenig Zeit dort effektiv zu nutzen, oder?

Meiner Meinung nach haben wir das auch absolut geschafft – und das, obwohl wir fast alles gelaufen sind, es waren über 60 Kilometer in den paar Tagen. Die Subway haben wir nur zwei Mal genutzt – schließlich lernt man eine Stadt am Besten zu Fuß kennen. Wie sah also unser NYC-Turbo-Durchgang aus?



(Halber) Tag 1 in New York City: Einfach mal treiben lassen.

Wir kamen am späten Nachmittag an. Unser Hotel, das Hudson New York, lag am südwestlichen Ende des Central Parks und damit sehr zentral zu allen Sehenswürdigkeiten in Midtown. Nachdem wir das (winzige) Zimmer bezogen und uns kurz ausgeruht hatten, sind wir also die paar Minuten zum Times Square gelaufen und einfach ein bisschen umher gewandert. Hunger hatten wir auch und sind schließlich im Five Guys gelandet, eine Fast Food Kettte, die ja sooo gut sein soll – Plot Twist: Es war absolut widerlich und mit Abstand das schlimmste FastFood, was ich jemals gegessen habe (und ich futtere wahrlich alles). Geht da nicht hin. Dankt mir später. Shake Shack ist besser.

New York City Times Square


Tag 2 in New York City: DUMBO, Brooklyn Bridge, Wall Street & Staten Island Ferry

Am ersten „richtigen“ Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück bei Le Pain Quotidien (ebenfalls eine Kette, aber lecker, relativ günstig, verhältnsmäßig gesund) mit der Subway Richtung Brooklyn. Das U-Bahn-System fand ich ziemlich simpel und nicht verwirrend, aber wenn man Tokyo gewöhnt ist, schockiert einen da wohl nichts mehr 😉

Foto-Stopp in DUMBO (Down Under Manhattan Bridge Overpass) eingelegt, das Empire State Building durch die Manhattan Bridge fotografiert und anschließend über die Brooklyn Bridge nach Manhattan zurück gelaufen.

Da man relativ am südlichen Ende von Manhattan raus kommt, bietet es sich an, nach Südwesten Richtung Wall Street zu laufen. Ja gut, den Bullen dort fand ich jetzt nicht so spannend, aber es gab genug Einkehrmöglichkeiten für eine kleine Mittagspause und die Staten Island Ferry ist direkt um die Ecke. Diese ist für die Pendler gedacht, die in Staten Island wohnen und gleichzeitig die einzige Verbindung in die Stadt – aber primär ist sie kostenlos und fährt nah genug an der Freiheitsstatue vorbei, um sie gut zu sehen und ein paar Fotos zu schießen. Und weil man das ja über alle bekannten Sehenswürdigkeiten sagen muss: In Echt ist sie kleiner, als erwartet!

Auf dem Weg zurück sind wir zufällig durch Chinatown gekommen und anschließend zufällig durch Little Italy. Irgendwie liegt doch alles näher beieinander, als man denkt. Entschieden haben wir uns für Pizza im Grotta Azura. War leider in Öl ertränkt, geht besser woanders hin. 😀

New York City DUMBO Manhattan Bridge Brooklyn Bridge


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Tag 3 in New York City: Flatiron Building, Ground Zero, Eislaufen im Bryant Park und was man sonst so findet

An Tag 3 wollte ich primär das Flatiron Building sehen und fotografieren. Also wieder los gelaufen. Irgendwie kamen wir noch zufällig an Ground Zero vorbei (praktisch, wollten wir ja eh sehen) und auch am Bryant Park. Hier kann man im Winter wunderbar – und günstiger als am bekannten Rockefeller Center – Eislaufen gehen und anschließend in den Hütten des aufgebauten Winterdorfes einkehren. Weiter auf dem Weg downtown Richtung Flat Iron Building lag auch gleich Koreatown – verhungern muss man in New York definitiv nicht. 😉

New York City Flatiron Building


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Tag 4 in New York City: Rockefeller Center

Nachdem es am ersten Tag schon dunkel, am zweiten bewölkt und am dritten verschneit war (not complaining, ich liebe Schnee), hat der Wettergott es an Tag 4 doch noch gut mit uns gemeint. Es gibt natürlich eine Menge Aussichtsplattformen, auch das One World Trade Center und das Empire State Building haben eine, aber aufs Top of the Rock wollte ich aus einem simplen Grund: Gute Aussicht auf besagtes Empire State Building. Das klassische, klischeehafte 0815-New-York-Skyline-Foto. Mit Früh aufstehen und Sonnenaufgang fotografieren wars aber nix, und Sonnenuntergänge sind im Februar auch eher selten ein magisches Lichtspektakel, also sind wir halt einfach zur Mittagszeit hoch. Hat auch gepasst, ganz wunderbar sogar. Der Eintritt kostet 35 Dollar und wer wie wir so wahnsinnig ist, im kältesten Monat des Jahres nach New York zu fliegen, muss auch nicht mal anstehen. Sind eh fast keine Touristen da.

New York City Skyline Top of the Rock Rockefeller Center Empire State Building


(Halber) Tag 5 in New York: Central Park

Und was macht man am letzten halben Tag? Die Füße waren durch gelatscht und allzu weit weg wollten wir auch nicht mehr vom Hotel, wo die Koffer standen. Na, da bietet sich der Central Park doch an, richtig? Richtig. Der ist aber auch ganz schön groß, wenn man durch läuft. Glücklicherweise stehen überall Rikscha-Fahrer, welche nur darauf warten, dich zu horrenden Preisen durch den Park zu fahren. Tipp: Wie quasi überall auf der Welt kann man auch hier handeln und wir konnten den Preis auf gut ein Viertel drücken. 😉



Ihr seht, man kann auch objektiv gesehen „wenig Zeit“ in einer Stadt wie New York City ausgezeichnet nutzen – es war sogar noch viel Zeit übrig. Da wir aber nicht sonderlich große Fans von Museen sind (zeitlich wären die locker drin gewesen), haben wir diese Zeit meistens mit Essen verbracht. 😉 Auch mache ich mir für Städte selten einen ausgetüftelten Plan; es ist doch viel schöner, einfach drauf los zu laufen und nur grob im Kopf zu haben, wo man landen möchte – anstatt durchgetaktet von einem Ort zum anderen und von einem vorher rausgegoogleten Restaurant zum nächsten zu rennen.

Welche ist deine Lieblingsstadt auf der Welt? Erzähl mir gern davon in den Kommentaren!


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2 thoughts on “New York City im Schnelldurchlauf

  1. Tronar

    Five Guys Burger war widerlich? Komisch. Als ich den Laden 2011 das erste Mal ausprobiert habe, war ich begeistert. Frische Zutaten, eine Riesen-Auswahl an Toppings und das ganze zu einem fairen Preis. Allerdings war das in Virginia und die Kette damals noch jung. Vielleicht haben die seitdem stark nachgelassen oder in NY gibt man sich einfach weniger Mühe als etwas weiter im Süden.

    Dasss man in 5 Tagen New York schaffen kann, glaube ich sofort. Allerdings fliegt man dann ja schon wieder ab, wenn man gerade den Jet Lag überstanden hat. Insofern hätte ich durchaus noch eine Woche USA dran gehängt. Aber besser so als gar nicht.

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