Life Update – April 2019

Life Update – April 2019

Da isse ja wieder.

Nachdem mein Blog kurzzeitig offline war – ein PlugIn hatte Probleme bereitet – und ich das nicht mal bemerkt hatte, da unser Internetprovider ebenfalls Probleme bereitet hat und ich sagenhafte 17 Tage ohne die Freuden des Internetzes auskommen musste, bin ich nun also frisch wie eh und je am Start. Oder so ähnlich.

Es sind in letzter Zeit, wie das halt so ist, wenn man so vor sich hin lebt, ein paar Kleinigkeiten geschehen, für die sich aber jeweils kein eigener Blogpost lohnen würde.

Deshalb habe ich vor, inspiriert von Sandriabetes, ein neues Format einzuführen: Das Life Update. In unregelmäßigen Abständen gibts hier also künftig wirre Posts über absolut unzusammenhängende Themen, über die ich aber unbedingt sprechen möchte. 😉



Von der Pumpe zum Pen – und immer noch dabei

Vor ein paar Wochen habe ich meine Pumpe in die Schublade geschmissen, mir eine Ampulle Tresiba in meinen treuen, uralten Basalinsulin-Pen geschraubt und bin seitdem wieder mit der ICT – also mehreren Injektionen pro Tag – unterwegs.

Und, wie läufts?

Ganz gut! Meine BE-Faktoren sind zwar ein bisschen anders, als sie mit der Pumpe waren und ich teste noch ein bisschen vor mich hin – aber insgesamt bin ich zufrieden damit, wie es läuft. Geschätzt ist mein Hba1c vermutlich etwas höher, dafür habe ich ein großes Stück Lebensqualität zurück.

Ich fühle mich deutlich freier ohne Pumpe und auch sehr viel sicherer, da ich weiß: Mein Basalinsulin ist drin und hohe Werte können nicht an abgeknickten Kathetern oder überlasteten Setzstellen liegen. Tresiba beschwert mir über Nacht ironischerweise flachere Glukoseverläufe als die Pumpe und ich brauche keine nächtlichen Unterzuckerungen fürchten, zumal mich mein Dexcom früh genug warnen würde.

Ich habe mir angewöhnt, brav nach jeder Injektion die Nadel zu wechseln (Himmel, hat man da auf einmal einen Verbrauch!) und wider Erwarten stört mich das ständige Gepiekse nicht. Der Pen verschwindet bis zur nächsten Mahlzeit in der Tasche und ich habe zum ersten Mal seit Monaten wieder enormen Seelenfrieden gefunden.


#plantpoweredT1D – Pflanzlich basierte Ernährung

Ich hab auf Instagram und Facebook schon einen Post dazu geschrieben und bin immer noch ein bisschen von mir selbst erstaunt. Ich, die Fleisch eigentlich schon echt lecker findet, kiloweise Quark und literweise Milch vernichtet hat, möchte ihre Ernährung auf pflanzlich umstellen.

Wie kommts zu diesem Seelenwandel?

Nun, wie auf Insta und Facebook schon geschrieben: Die ethischen Argumente für Veganismus fand ich schon immer einleuchtend und auch absolut sinnvoll und nachvollziehbar – man hat mich damit aber nicht „gekriegt„. Klar wusste ich, wie das Fleisch produziert wird ode was in der Milchproduktion so abgeht, aber es war mir halt egal. Nach wie vor bin ich auch der Meinung, dass ein paar Veganer mehr oder weniger leider keinen Unterschied machen werden auf einem Planeten, auf dem die eine Hälfte Hunger leidet und für Fleisch oder Milch quasi töten würde und es die andere Hälte nicht interessiert, wie man das ändern könnte – oder sie es einfach nicht verstehen (wollen). Ich glaube auch nicht, dass ich mit meinem Handeln einen Unterschied bewirke.

Essen Diabetes Typ 1 Glukose Blutzucker FGM CGM

Womit man mich aber wahnsinnig gut kriegt, sind Auswirkungen direkt auf mich und meine eigene Gesundheit. Ich oller Egoist. Und tatsächlich waren mir die enormen Auswirkungen vom Konsum von Fleisch und Milchprodukten auf die eigene Gesundheit nicht bewusst, bis ich What The Health auf Netflix gesehen habe. Klar ist auch dieser Film eher einseitig und stellt Veganismus als die einzige, glorreiche Lösung all unserer Probleme dar und nein, ich nehme nicht alles hin, ohne kritisch zu hinterfragen.

Analysis and valuation of the health and climate change cobenefits of dietary change
Studie WHO Fleischkonsum
Ernährungsphysiologische Bewertung von Milchprodukten
... nochmal in Kurzform.

Nach genug Eigenrecherche in diese Richtung habe ich aber beschlossen, dass ich eine größtenteils vegane Ernährung einfach mal ausprobieren möchte. Man muss ja nicht direkt zum Hardcoreveganer mutieren. 😉 Ich bin enorm gespannt, ob ich Veränderungen in Bezug auf meine Gesundheit und mein Wohlbefinden merke, wie schwer oder leicht es mir fallen wird – und natürlich auch, ob es sich auf meinen Diabetes auswirkt. Unter dem Hashtag #plantpoweredT1D haben vor kurzem auf Instagram einige vegane Diabetiker über ihre Erfahrungen berichtet.


Next Stop: Marrakesch

In knapp einer Woche geht es für meinen Freund und mich ein paar Tage nach Marokko. Der Flug war günstig, Marrakesch ist ganz ganz hübsch – wie ich auf meiner unsäglichen Uni-Exkursion letztes Jahr feststellen konnte – und ein paar Tage raus kommen hat ja auch noch niemandem geschadet. Es gibt danach bestimmt einen kleinen Beitrag dazu 🙂


Bye-Bye, Diabetes-Tattoo

Im März befand ich mich noch für ein paar Stunden unter der Nadel von Ernst Krone, der mir eine wunderschöne Windmühle auf den Unterarm gestochen hat. Dabei musste mein Diabetes-Tattoo weichen. Das ist aber nicht weiter schlimm – für mich war das Diabetes-Tattoo nie ein Akzeptanz-Ding. Ich dachte damals, das wäre wahnsinnig klug für Notfälle. Dass da kein Schwein danach schaut, ist mir mittlerweile auch klar und außerdem fand ich das Tattoo dafür, dass es ja nur eine „Kleinigkeit“ sein sollte, zu überdimensioniert für das Handgelenk. Also machen wir was fünf mal so großes drüber – logisch, oder? 😀



Das wärs zum Life Update für den April meinerseits. Im nächsten Beitrag wird es vermutlich um die Themen Sterilisation der Frau und Pille absetzen gehen – dazu sollte im Mai einiges passieren. Haut rein 🙂


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