Eversense XL: Cyborg 2.0

Eversense XL: Cyborg 2.0

Man soll ja öfter mal was Neues ausprobieren. Und manchmal ist das halt, sich einen Sensor in den Arm implantieren zu lassen, um sich die komplette Cyborg-Experience zu gönnen. Aber fangen wir von vorne an.


Eversense XL CGM rtCGM Sensor


Dieser Beitrag enthält Werbung.
Roche Diabetes Care stellt mir den Eversense XL für die Dauer von 180 Tagen kostenfrei zur Verfügung, damit ich darüber berichten kann.
Meine eigene Meinung zum Produkt wird hiervon nicht beeinflusst.


Der Eversense XL besteht quasi aus zwei Teilen: Einmal der Sensor, welcher vom Arzt im Rahmen eines kleinen Eingriffs im Arm eingesetzt wird – und dann der Transmitter, welcher mit auswechselbaren Pflastern direkt darüber geklebt wird. Der Sensor verbleibt 180 Tage unter der Haut und muss dann vom Arzt wieder entfernt werden.

Zugegeben: Neugierig war ich auf das System schon sehr lange. Aber Arm aufschnippeln, Sensor einsetzen lassen, Narben, und nach einem halben Jahr muss das Ding ja auch wieder raus – klingt gruselig? Fand ich ehrlich gesagt auch ein bisschen. Vor allem der Part mit dem Einsetzen. Die technische Einweisung ins System gab es am Tag vorher – und als ich kurz vor meinem Termin im Auto vor der diabetologischen Schwerpunktpraxis saß, war ich so aufgeregt, dass ich mir gar nicht mehr sicher war, ob das jetzt hier alles so eine gute Idee ist. DA WIRD JEMAND AN MIR RUM SCHNEIDEN!


Eversense XL: Das Einsetzen

Aber wie das eben immer so ist, wenn man ein bisschen Angst vor etwas hat: Man muss es halt einfach machen und im Nachhinein betrachtet war es wirklich nicht schlimm.

Zuerst wird die Stelle, an der der Sensor später sitzen soll, angezeichnet. Natürlich wird noch alles desinfiziert und steril abgedeckt und schon kommt die Betäubungsspritze zum Einsatz – und mit Spritzen hat ja wohl hoffentlich niemand von uns ein Problem, oder? Ein bisschen mulmig war mir noch, als die Ärztin mit dem Skalpell neben mir stand und meinte „Also ich schneid‘ jetzt mal!„, aber die Anästhesie hat ihren Job getan. Ich habe wirklich überhaupt nichts gespürt. Tätowieren tut mehr weh. Überraschung.

Anschließend wird die kleine Wunde mit Steri-Strips verschlossen (nicht genäht) und ein Pflaster darauf geklebt, welches man nach ein paar Tagen herunter nehmen kann. Der Transmitter kann aber sofort drauf geklebt werden.


Eversense XL CGM rtCGM Sensor


Die ersten 24 Stunden nach dem Einsetzen passiert übrigens erst mal – nichts. Danach bekommt man eine Meldung, dass die Initialisierungsphase nun gestartet werden kann. Am ersten Tag muss man dem Eversense XL vier Werte aus Blutzuckermessungen im Abstand von mindestens zwei Stunden geben – idealerweise natürlich, wenn der Blutzucker möglichst stabil ist. Anschließend verlangt er zwei Mal täglich eine Kalibrierung, für die man die Zeit aber passend zum eigenen Tagesrythmus auswählen kann.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, dieses CGM-System zu Testen und werde in den nächsten Beiträgen vom Alltag mit dem Eversense XL berichten.



Schreibt mir gern schon mal eure Fragen zum System in die Kommentare! 🙂



 

One thought on “Eversense XL: Cyborg 2.0

  1. Peter Mischker

    Hallo
    Mein Name ist Peter und ich benutze jetzt das „Dexcom G6“.Eigentlich bin ich recht zufrieden aber man könnte ja mal was neues ausprobieren.
    Täglich 2 mal kalibrieren ist natürlich schon heftig.Was ich dich noch fragen wollte ist wie oft der Transmitter gewechselt werden muss?
    Bis dann,Pit

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